Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg





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Fragmenta Stuttgartensia

Hintergrund: Vetus-Latina-Fragment (Cod. fragm. 100) der Württembergischen Landesbibliothek

gefördert von der Gisela und Reinhold Häcker Stiftung


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rojektbeschreibung


Etwa 150 Nummern umfaßt der Fonds der Handschriftenfragmente des Mittelalters an der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart; davon sind 70 unveröffentlicht. In Zusammenarbeit mit der Handschriftenabteilung wird dieser Bestand mehrheitlich lateinischer Fragmente des Mittelalters am Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit in Heidelberg erschlossen.

 

Die Beschreibung und Bewertung von Fragmenten zielt auf die Erforschung des abendländischen Handschriftenerbes: Jedes Fragment vertritt eine verlorene Handschrift; in Extremfällen – das gilt etwa für die antike, spätantike und frühmittelalterliche Überlieferung bis 800 – ist unser Überlieferungsbild mehrheitlich aus Fragmenten gewonnen. Auch für das Hoch- und Spätmittelalter sind solche Verhältnisse keine Ausnahme.

 

Zweiter Hauptaspekt der Fragmenterschließung ist die Provenienzforschung. Das Zerstückeln (Makulieren) der Handschriften erfolgte in der frühneuzeitlichen Buchbinderwerkstatt; Bucheinbände mit Fragmenten aus gleicher Handschrift können zusammengeführt und historische Bestände rekonstruiert werden; gelingt die Identifizierung, wird auch der Träger des Fragments aufgewertet und neu bewertbar.

 

Ein Hauptziel des Projekts ist es, fortgeschrittene Studenten an die wissenschaftliche Arbeit mit Originalzeugnissen heranzuführen und zum wissenschaftlichen Publizieren zu ermuntern. Im WS 2009/10 wird dazu ein Kurs mit Exkursion angeboten. Die gemeinsame Publikation wird Beschreibung und in den meisten Fällen Abbildung des Fragments enthalten.

 

 






                                                                   






Letzte Änderung dieser Seiten am 02.X.2009
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